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Über uns

Die EDITION PASTORPLATZ

 
Die Protagonisten

 
Im Laufe der Jahre sind viele Zeichnungen, Illustrationen und Cartoons auf den Zeichentischen von Mele Brink entstanden. Immerhin ist sie schon seit einer Dekade beruflich als Illustratorin und Cartoonisten unterwegs. Da bleibt es nicht aus, dass auch viele Arbeiten entstehen, die nicht direkt Aufträgen entstammen, sondern eher "nebenbei" entstehen. Wichtig war aber auch immer das Werkzeug. Immer legt sie bei den Originalen Wert auf hochwertiges Papier und Karton und auf den Einsatz unterschiedlicher Farben und Zeichenwerkzeuge. Das Gefühl von tollem Papier in der Hand ist mindestens so wichtig wie die darauf befindliche Zeichnung.
 
Etwa genauso lange ist Bernd Held als Grafik-Designer selbständig für viele Kunden aus Industrie, Handwerk, öffentlichen Auftraggebern und vielen kulturellen und künstlerischen Einrichtungen, Unternehmen und Personen tätig. Besonders an Katalogen für Kunstausstellungen in Verbindung mit dazu gehörigen Einladungen und Plakaten hat er viel Spaß. Gerade da konnte man neben der zur Ausstellung und zum Künstler passenden Gestaltung auch mit der Art der Katalogproduktion und der Auswahl passender Papiersorten sowie der Druck- und Veredelungsarten die Ausstellung optimal optisch und auch haptisch begleiten.

 

Der Anfang

 
Eines Tages (es war wohl eher Abend) saßen die beiden bei einer Flasche (oder zwei, vielleicht auch drei Flaschen) spanischem Rotwein am Tresen im Atelier und das Gesprächsthema drehte sich über Dinge, die man gerne einmal machen würde. Irgendwann zwischen der ersten und zweiten Flasche war die Idee eines eigenen Verlages geboren. Eigentlich ein nicht so weit hergeholter Schritt: Vieles, was innerhalb eines Verlages an Tätigkeiten anfallen, konnten die beiden selbst machen: Von der Erstellung des Inhaltes, der Gestaltung und dem Textsatz, der Druckaufbereitung und der Auswahl von Papier, Buchbindung und Veredelung, der anschließenden Werbung und dem (hoffentlich) Verkauf und Versand. Dinge, die sie nicht konnten, konnte man sich entweder beibringen oder es könnten entsprechende Partner hinzu gezogen werden – Kontakte zu Profis waren ja da.
 
Die Liebe zu ungewöhnlichem Papier und zu ungewöhnlichen Druckmöglichkeiten half auch gleich, das zukünftige Verlagsprogramm zu umreissen: Bücher, die es digital nicht geben wird. Denn trotz des Vormarsches und mittlerweile anhaltenden Erfolges digitaler Bücher fehlt diesen etwas entscheidendes: Die Haptik. Das Gefühl, besonderes Papier in der Hand zu haben, die optische und haptische Wirkung bestimmter Druckarten und Druckveredelung sowie das Zusammenspiel von Oberfläche und Inhalt. All das werden digitale Bücher nicht leisten können, da sie sich letztlich rein auf den Inhalt beschränken und das Trägermedium des Inhaltes dadurch austauschbar machen. Aber genau das sollen die Bücher des Verlages nicht sein. Es sollen Bücher entstehen, die eine Symbiose aus Inhalt und Medium – also der Form – eingehen. Die nur so und nicht anders machbar und zu haben sind; und die es in digitaler Form nicht geben wird.
 
Auch ein Name war bald gefunden: Edition Pastorplatz. Schließlich befand sich das Atelier am Pastorplatz in Aachen und die Farbe für das Verlagsoutfit musste natürlich „Crianzarot“ sein – in Gedenken an die ein bis drei Flaschen spanischen Rotweins. Wie kommt die Kastanie dazu? Na, was für Bäume stehen wohl auf dem Pastorplatz? Genau: Kastanien. Darüber hinaus ein schönes Gedankenbild: Die ganze Kraft und Größe eines Baumes in einer kleinen Samenkapsel. Papier wird auch aus Bäumen gemacht und überhaupt fanden wir die Kastanienfigur mit all ihren darstellerischen Möglichkeiten überaus passend und niedlich.
 
Dann ergab es sich, dass beide zusammen eine Messe für Druckveredelung besuchten – als Illustratorin/Cartoonistin und als Grafiker zwar echte Exoten auf dieser Messe, aber dafür wohl faszinierter von den Möglichkeiten als die anderen Messebesucher, die vom Fach waren. Was konnte man nicht alles mit Papier machen: Prägen, Schneiden, mit Folien beziehen, Falten und Falzen, holographische Effekte aufdrucken, Silber- und Gold auftragen, wahnsinnig aufwändige und komplizierte Muster mit einem Laser in das Papier schneiden, unterschiedlich glänzende und durchsichtige Lacke auftragen, Muster und Reliefe erzeugen und so vieles mehr.
 
Daraufhin sammelten die beiden alles ein, was sie an Fachliteratur und Muster in die Hände bekommen konnten. Auch in ihren täglichen Aufträgen wuchs der Anspruch an die Druckproduktion und hin und wieder trieben sie die armen Druckmeister mit ihren „das muss doch gehen“-Vorstellungen und Wünschen zu teilweise ratlosen Gesichtsausdrücken.

 
Die Zeitlupe, der Anlass, das Tempo und die Zukunft (blablabla)

 
Hier aber geriet die Idee erst einmal ins Stocken: Das „harte“ Berufsleben holte die beiden ein und sie hatten kaum mehr Zeit, sich um das „neue Baby“ zu kümmern.
 
Ein Jahr später war Mele Brink mit der Organisation einer Ausstellung über ihre Arbeiten beschäftigt. Das war der ideale Zeitpunkt, ein gemeinsames Lieblingsprojekt parallel dazu auf die Beine zu stellen: Die Herausgabe der Geschichte der Tofuwurst als Buch. Plötzlich und mit einem unglaublichen Tempo nahm die Idee der EDITION PASTORPLATZ wieder Fahrt auf und begann sich bis zur „Serienreife“ zu entwickeln.
 
Hier steht und entsteht sie also: Die EDITION PASTORPLATZ. Immer noch an allen Ecken und Enden eine Baustelle, aber mit viel Energie und Spaß betrieben. Vieles fehlt, vieles ist noch nicht fertig und vieles wird sich noch verändern, aber etliches steht schon.
 
Man wird sehen, wohin sich die EDITION PASTORPLATZ entwickelt. Denn das soll weiterhin so bleiben: Was ist möglich? Was davon ist für uns und die EDITION PASTORPLATZ möglich und wie können wir das machen?
 
Auch eine weitere Idee wird im Mittelpunkt bleiben: Die EDITION PASTORPLATZ macht Bücher für Liebhaber (was immer man darunter verstehen mag). Thematisch sind wir erst einmal nicht eingeschränkt. Wichtig ist jedoch, dass wir vom Inhalt und Thema begeistert sind. Die Bücher werden nichts für Jeden sein, aber für die, die sich darauf einlassen – auf den Inhalt UND auf die Aufmachung.
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